Koh Phangan – die Perle im Thailändischen Golf

Koh Phangan © Gordian Hense 2018Koh Phangan © Gordian Hense 2018
Koh Phangan – die Perle im Thailändischen Golf
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Sursee – Koh Phangan / Thailand. Meine Trauminsel, wenn da nicht der Lauf der Dinge wäre. Bis vor ein paar Jahren war die Insel Koh Phangan (Koh heisst Insel, auf Thailändisch) ein Traum, eine unberührte Perle im Thailändischen Golf. Es kamen nur wenige Touristen dort hin und man konnte das Thailändische Leben dort noch in seiner Ursprünglichkeit beobachten oder sogar mit erleben. Die meisten „Gäste“ waren „Backpacker“, also Rücksack-Touristen mit wenig Geld. So war dann auch das Angebot für Übernachtungen, Essen, Kleidung und was man sonst noch so alles braucht recht günstig. Das Leben war ursprünglich und einfach.

All das hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Der Hauptgrund dafür sind die bekannten „Full-Moon“ und „Half-Moon“ – Partys, die wie die Namen schon sagen, immer an den Tagen stattfinden, an dem Vollmond oder Halbmond ist. Dann kommen sehr viele Kurzurlauber, besonders aus Australien, mal eben nach Koh Phangan ge-jettet um die Partys mitzumachen. Für Australier ist Koh Phangan fast so etwas, wie für Deutsche oder Europäer Mallorca und der Ballermann. Das was Australier in Australien nicht dürfen, ziehen sie hier an den Stränden, Bars und in den Resorts auf der Insel durch. Sex, Drugs and Rock ’n‘ Roll.

Ein weiterer Punkt hat ebenfalls zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Nachbarinsel Koh Samui, ist bei vielen Neureichen zu einem beliebten „Hideaway“ geworden. Mal eben nach Bangkok und dann weiter nach Koh Samui jetten und für zwei Tage im Luxus-Resort relaxen. Nebenbei kann man dann mal eben mit einem Speed-Boat rüber nach Koh Phangan und die Partys mitmachen. Kost ja alles nix!

Koh Phangan © Gordian Hense 2018

Koh Phangan © Gordian Hense 2018

Koh Phangan © Gordian Hense 2018

Koh Phangan © Gordian Hense 2018

Die Partys sind natürlich ein Spass, den man, wenn man es noch nie erlebt hat, mal mitgemacht haben sollte. Aber Vorsicht dort kann man auch böse in die Falle geraten. Ob den Mädchen Ko-Tropfen unter die Drinks gemischt werden, jemand neben einem ins Meer pinkelt, oder man fast von den Speed-Booten zu Tode gefahren wird. Dort ist alles möglich und regelmässig kommen Menschen zu schaden. Das Krankenhaus und die Notfallstationen können ein Lied davon singen. Ein Spass ist für einige mit den Speed-Booten mal eben Nachts schnell über das Meer zu rasen und eine andere, romantische Bucht zu besuchen. Dort angekommen, erpresst der Bootsbesitzer die Leute, sie gegen ein sehr hohes Fahrgeld wieder zurück zu bringen. Wer sich dort nicht auskennt, hätte sonst einen sehr langen beschwerlichen Weg durch den Dschungel durchzuführen. Manche Mädchen werde gern auch dorthin verschleppt um dann für eine Gegenleistung – Ihr wisst schon was ich meine – wieder zurück gebracht zu werden. Das der eine oder andere Betrunkene, Bekiffte oder einfach mit schlechter Laune eine Schlägerei anfängt, braucht man wohl nicht zu erwähnen. Da geht also richtig was ab an den Stränden zur Full-Moon-Party, auch im negativen Sinne. Natürlich machen die meisten einfach freundlich Party.

Zum Glück kann man diesem Treiben ein wenig ausweichen und tatsächlich noch das alte, ursprüngliche Koh Phangan erleben. Wenn man will. Die Party-Touristen belagern bestimmte Resorts, Bars, die Tuck-Tucks und bestimmte Strände. Und das hauptsächlich zur Vollmond- und Halbmond-Zeit. Einen Tag davor und einen Tag danach. In dieser Zeit ist natürlich auch Thong Sala, die grösste Stadt auf Koh Phangan von ihnen belagert. Aber nicht am Morgen, denn da müssen viele ihren Rausch ausschlafen. Die kommen dann meist erst am Nachmittag um sich etwas zu kaufen oder am Abend um auf dem Marktplatz was zu essen. In der restlichen Zeit kann man den Markt, die Essenstände und kleinen Läden gut besuchen ohne vom zugekifften Partyfolk belästigt zu werden.

Koh Phangan © Gordian Hense 2018

Koh Phangan © Gordian Hense 2018

Ein weiterer Tipp. Natürlich scheint es für Europäer besser nicht in der Regenzeit – also Monsum – nach Thailand zu reisen. Aber der Monsum ist gar nicht so schlimm, wie viele sagen. Der Vorteil ist, wenn man in der Regenzeit nach Thailand fliegt, dass nicht so viele Touristen dort sind. Die paar Regenschauer sind oft sogar ganz erfrischend. Und hat man sich erst einmal an das feuchte Klima gewöhnt, ist die Regenzeit sogar angenehmer zu ertragen als in der restlichen Zeit. Denn da kann es schon mal richtig heiss werden.

Fortsezung folgt…

 

 

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